Unser Pilgerweg

Jedes Jahr am Donnerstag vor Pfingsten beginnen wir den 111km langen Fußweg von Regensburg nach Altötting in der Kirche St. Albertus Magnus.

www.br.de/nachrichten/oberpfalz/wallfahrt-pfingsten-altoetting100.html

Vor uns liegen drei Pilgertage, unterteilt in neun Etap­pen, und das Pfingstfest in Altötting.

 

Erster Tag — Donnerstag

 

Ab 6.30 Uhr steht das Pilgerbüro auf dem Kirchplatz, ebenso stehen Begleitfahrzeuge bereit, das Gepäck der Pilger aufzunehmen. Für die am Hauptbahnhof ankommenden Pilger fahren ab 6.45 Uhr Shuttle-Busse zur Kirche.

Mit der Pilgermesse um 7.15 Uhr in St. Albertus Magnus beginnt unsere Fußwallfahrt. Vor und während der Messe besteht die Möglichkeit zur Beichte.

Pünktlich um 8 Uhr setzt sich der Pilgerzug mit ca. 4.500 Teilnehmern in Bewegung. Auf dem Islinger Feld erteilt unser Bischof den Pilgersegen.

Die erste Etappe führt durch Burgweinting und Ober­traubling nach Mangolding. Der erste Teil des Pilgerzuges rastet nach einem kurzen Transfer mit Sonderbussen in Sünching, die zweite Hälfte des Pilgerzuges rastet in Mangolding, bis die Sonderbusse zurückkommen. Fahrkarten für diese Sonderbusse werden in Regensburg (Pilgerbüro) und Mangolding verkauft.

Um 12.30 Uhr beginnt die nächste Etappe, die uns in 7 km Weg nach Geiselhöring führt. Dort erfolgt eine zweite Rast.

 

Um 15 Uhr verlassen wir Geiselhöring und ziehen über Haindling, Hainsbach, Wissing nach Martinsbuch, wo den Pilgern die Zeichen der Gastfreundschaft (Brot und

Salz) geschenkt werden. Ebenso werden alle Pilger mit der Reliquienmonstranz, in der Kreuzpartikel enthalten sind, gesegnet. Die Etappe endet nach 17 km um 18.30 Uhr in Mengkofen. Die Pilger werden von dort aus mit Bussen oder Privatfahrzeugen in die Quartiere in 18 umliegenden Orten gebracht.

 

Zweiter Tag — Freitag

 

Um 3 Uhr nachts beginnt der zweite Pilgertag, an dem wir die längste Wegstrecke zurücklegen. Von Mengkofen aus führt unser Weg über Tunding über 17 km nach Dingolfing, wo wir kurz nach Sonnenaufgang ankommen. In der Pfarrkirche St. Johannes feiern wir um ca. 6.30 Uhr unsere Pilgermesse, anschließend ist Rast. Für diejenigen, die in Dingolfing übernachten, feiert der Ortspfarrer um 7.15 Uhr nochmals eine heilige Messe. Auch in manchen Übernachtungsorten wird eine eigene Pilgermesse angeboten.

Um 8 Uhr ist Abmarsch an der Pfarrkirche; wenn das Pilgerkreuz das Krankenhaus erreicht, ziehen die dort zu Tausenden wartenden Pilger weiter. Vorbei an Oberbubach gehen wir 11 km zum nächsten Rastort nach Frontenhausen. Nach Ankunft des Pilgerzuges lädt der Pfarrer von Frontenhausen zur Andacht in die Pfarrkirche ein. Die Mittagsrast dauert bis 12 Uhr. Mit dem Engel des Herrn setzt sich der Pilgerzug vom Marktplatz aus wieder in Bewegung. Die 12 km lange Etappe zum Rastort Seemannshausen führt uns durch das früher sog. „trostlose Tal“, das längst zum „singenden Tal“ geworden ist. Dort wurde bei der Jubiläumswallfahrt 2004 der Friedensbaum gepflanzt.

Der Brauereigasthof Seemannshausen in den alten Klostergebäuden ist der traditionelle Rastort, wenn auch ein Großteil der Pilger gleich weitermarschiert ins 3 km entfernte Gangkofen. Der Pilgerzug geht um 15.40 Uhr von Seemannshausen nach Gangkofen; nach Eintreffen auf dem Marktplatz reihen sich die dort wartenden Pilger in den Zug ein. Die letzten 6 km des zweiten Pilgertages führen vorbei an der Wallfahrtskirche Heiligenstadt, wo Pilgerbischof Karl Flügel seit 2004 begraben liegt. Vor dem Erreichen von Massing werden Kerzen für die Lichterprozession am folgenden Morgen angeboten. Um 18 Uhr treffen wir in Massing ein, von wo aus die Pilger wieder mit Bussen und Privat-PKWs in die 10 Übernachtungsorte gebracht werden.

 

Dritter Tag — Samstag

 

Der auf ca. 8.000 Pilger angewachsene Zug verlässt um 3 Uhr Massing. Die 12 km lange Etappe wird seit dem Jubiläumsjahr 2004 als Lichterprozession gestaltet.

Mit Sonnenaufgang durchziehen wir Geratskirchen und gehen noch 3 km bis zum Rastort Wald. Um 6.50 Uhr setzt sich der auf ca. 3 km Länge angewachsene Pilgerstrom wieder in Bewegung. Die letzten 11 km bis Altötting führen über den sog. „Bußberg“ ins Inntal. An der Abzweigung Holzen ist es seit vielen Jahren Tradition, dass der Bischof den Pilgern ein geistliches Wort zuspricht. Die letzten Meter in den Gnadenort führen über die Innbrücke von Neuötting, vorbei an der Herrenmühle hinauf zum Kapellplatz von Altötting. Dort wird uns die Ehre zuteil, dass das Gnadenbild aus der Hl. Kapelle herausgetragen wird, um uns zu empfangen. Der Zug umrundet die Kapelle und zieht in die Basilika St. Anna zum Pilgergottesdienst. Etwa eine Stunde dauert der Einzug der jetzt rund 9000 Pilger.

Der Pilgergottesdienst, den unser Bischof mit uns feiert, ist der Höhepunkt der Wallfahrt. Mitgetragene Pilgerkreuze werden bei diesem Gottesdienst feierlich gesegnet.

Der Tradition entsprechend dauert unsere Wallfahrt bis zum Pfingstsonntag. Die meisten Pilger müssen jedoch nach dem Gottesdienst den Gnadenort schon wieder verlassen. Für sie fahren von der Pilgerleitung organisierte Sonderbusse vom Bahnhofsvorplatz nach Regensburg und bis Weiden.

Wer über Pfingsten in Altötting bleiben kann, ist am Pfingstsamstag um 17 Uhr eingeladen zum Kreuztragen um die Gnadenkapelle, sowie um 21 Uhr zur Lichterprozession auf dem Kapellplatz. Dazu versammeln sich die Regensburger Fußwallfahrer gegen 20 Uhr in der St. Konrad-Kirche.

 

Vierter Tag — Pfingstsonntag

 

Um 8.30 Uhr feiern wir den Pfingstgottesdienst für unsere verstorbenen Pilger in der St. Anna-Basilika. Um 12.30 Uhr beginnt die Abschiedsandacht ebenfalls in der Basilika mit anschließender Ausbegleitung zum Bahnhof und letzter Umrundung der Gnadenkapelle. Am Bahnhof stehen Busse bereit, die die Pilger nach Regensburg bzw. Weiden bringen.